Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Joe Weingarten hatte sich mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren von Ehrenamt in der Stadt Bad Kreuznach zu einem Austausch verabredet. Und obwohl das Thema Pflege für ihn als Wirtschafts- und Verteidigungspolitiker fachfremdes Terrain ist, zeigte er sich sehr interessiert an den Fragen, die diejenigen beschäftigen, die den Einsatz von ehrenamtlich Engagierten organisieren. Diese wiederum haben sich in der AG Ehrenamt zusammengefunden und kommen aus verschiedenen Institutionen innerhalb des Pflegenetzes Bad Kreuznach. Hier sind unter anderem die Stiftung kreuznacher diakonie, Malteser, VdK, der Betreuungsverein der Lebenshilfe Bad Kreuznach e.V., der Christlich Ambulante Hospizdienst an der Nahe, das AWO Seniorenzentrum Lotte Lemke und die Pro Seniore Residenz Salinental vertreten.
„Wie kann man ehrenamtliches Engagement besser belohnen?“ – diese Frage trieb die Mitglieder der AG um. „Gesellschaftliche `Zur-Kenntnisnahme´ zu erreichen ist einfach. Vergünstigungen – das ist viel schwieriger, weil finanziell sehr aufwändig“, so die Antwort des Politikers. Selbst Ermäßigungen beim Eintritt in Museen oder Schwimmbäder über die Ehrenamtskarte müssten ja gegenfinanziert sein und reißen schnell Löcher in die ohnehin klammen Kassen der Kommunen. Aber Weingarten versprach, mit der Sozialministerin zu reden und der AG Ehrenamt Rückmeldung zu geben. Außerdem setzte sich die Runde mit dem Thema Ehrenamt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer genauso auseinander wie mit Bonussystemen für Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie für pflegende Angehörige.
Die Vielfalt der Akteure und Themen in der AG beeindruckte Dr. Joe Weingarten. Er sah die Notwendigkeit der Aufklärung über die Situation im sozialen Ehrenamt gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Bedeutung der Vernetzung innerhalb des sozialen Ehrenamtes. Am Ende kam der Vorschlag für ein weiteres gemeinsames Treffen von ihm. „Man könnte neben den Trägern auch Vertreterinnen und Vertreter von kommunaler Seite einladen – ohne diese direkt finanziell verpflichten zu wollen“, so Weingarten.
Text:
Kreuznacher Diakonie / Sonja Unger
Foto:
Franziska Staudt / Büro Joe Weingarten
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